Windparkplanung Schälk

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Wir planen am Standort "Schälker Heide" nordwestlich von Iserlohn in der Gemarkung Lethmathe, angrenzend an die Stadt Schwerte, einen Windpark.

Es handelt sich um ein waldgeprägtes Gebiet mit Laub- und Nadelwald. Alte Laubwälder sind nicht vorhanden, es dominieren Nadelforste und durch den Orkan Kyrill 2007 verursachte Windwurf- beziehungsweise Aufforstungsflächen. Die Nadelwaldbereiche sind bedingt durch Trockenheit und Borkenkäfer bereits großflächig verschwunden.

Gemäß unserer Potenzialflächenuntersuchung ist am Standort "Schälker Heide" der Betrieb von vier Windenergieanlagen möglich.

Entwicklung
Genehmigungs-verfahren
Aktueller Status
Errichtung
Betrieb

Aktuelles

Mai 2021: Genehmigungsantrag vollständig eingereicht

ABO Wind hat den Antrag auf Bau und Betrieb des Windparks Schälk vollständig eingereicht.

Oktober 2020: Antrag auf Bau und Betrieb eines Windmessmasts

ABO Wind hat im Oktober 2020 einen Antrag auf Bau und Betrieb eines Windmessmasts eingereicht. Im August 2019 hatten wir dazu einen positiven Vorbescheid von der Stadt Iserlohn bekommen. Wir rechnen damit, den Windmessmast 2021/22 aufbauen zu können. Er wird dann mindestens ein Jahr lang die Windhöffigkeit am Standort messen. Auf Basis dieser Ertragsprognosen wird errechnet, ob und wie ein wirtschaftlicher Betrieb des Windparks des Windparks möglich ist.

Juli 2020: Vorbescheid erhalten

Am 06.07.2020 hat der Märkische Kreis unserem Bauvorantrag für zwei Windenergieanlagen stattgegeben.

April 2016: Exkursion zum Windpark Weilrod

Exkursion zum Windpark

Ein knappes Dutzend Bürgerinnen und Bürger aus Iserlohn und Umgebung hat am Samstag, 02. April, den Windpark Weilrod im hessischen Hochtaunus besucht. Anwohner des von ABO Wind geplanten Windparks auf der Schälker Heide folgten damit einer Einladung, die das Unternehmen im vergangenen Jahr aussprach. Unter Anleitung von ABO Wind-Techniker Stefan Klose besichtigte die Gruppe aus NRW eine Windenergieanlage des Typs Nordex N117. Mit einem vergleichbaren Anlagentyp möchte ABO Wind auch am Standort Schälker Heide umweltfreundlichen Strom erzeugen. Der Weg zum Windrad führte die zehn Besucher über einen Teil des von ABO Wind angelegten Energie-Erlebnispfades, auf dem Jung und Alt die Geschichte der Energienutzung erkunden können. „Der Waldstandort in Weilrod ist besonders interessant, weil dort ähnliche Rahmenbedingungen wie auf dem Schälk herrschen“, erklärt Ute Schulmeister, zuständige Projektleiterin von ABO Wind. Die von der Besuchergruppe besichtigte Windenergieanlage grenzt zum Beispiel an eine, auch für die Schälker Heide typische, Windwurffläche. „Sowohl in Weilrod als auch in Iserlohn kann umweltfreundlicher Strom aus Windkraft ressourcenschonend erzeugt werden“, fasst Schulmeister zusammen. In Iserlohn würden die vier geplanten Anlagen jährlich 22.600 Tonnen Kohlendioxid einsparen und rund 20.000 Menschen mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgen. 

 

Projektinfos

Standort

Standort \


Die Abstände der geplanten Anlagen betragen im derzeitigen Windpark-Layout mehr als 600 Metern zu den naheliegendsten Wohnhäusern.

Je nach Typ kann eine Windkraftanlage an diesem Standort etwa 15.000 Megawattstunden (MWh) umweltfreundlichen Strom erzeugen. Bei vier Anlagen sind das 60.000 Megawattstunden. Das ist so viel Strom, wie rund 17.500 Haushalte verbrauchen. Zum Vergleich: Die Ortsgemeinden Stübbeken und Grürmannsheide haben gemeinsam rund 1.200 Einwohner. Eine einzige Anlage könnte also rechnerisch den Strombedarf dieser Ortsgemeinden fast fünfzehnmal decken.

Jede Anlage vermeidet jährlich den Ausstoß von etwa 10.000 Tonnen Kohlendioxid. Ein Windpark mit vier Anlagen kann entsprechend rund 40.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Der Windpark ist auch für die regionale Wertschöpfung von Bedeutung: Für die Stadt Iserlohn sind erhebliche Gewerbesteuereinnahmen aus dem Windpark zu erwarten. Darüber hinaus plant der Gesetzgeber momentan eine Abgabe für Windparkbetreiber, die direkt den Standortkommunen zu Gute kommen soll. Außerdem wird ABO Wind nach Möglichkeit ortsansässige Unternehmen mit dem Bau der Infrastruktur beauftragen. Auch während der Betriebsphase sind Aufträge für Wartung und Pflege zu vergeben, die dauerhafte Einnahmen vor Ort generieren.

Alle Anlagen sind im Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Märkischer Kreis" geplant. Andere ausgewiesene Schutzgebiete sind nicht betroffen.

 

 

Kommunalabgabe


Kommunlabgabe

Das neue Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2021 (EEG 2021) bietet die Möglichkeit, Kommunen im 2.500-Meter Radius um einen Windpark entsprechend ihres Flächenanteils mit 0,2 Cent für jede produzierte Kilowattstunde finanziell zu beteiligen. Die Städte entscheiden frei, wie sie das Geld einsetzen. Zu erwarten ist, dass Iserlohn pro Jahr rund 57.000 €, Schwerte etwa 42.000 € und Hagen etwas mehr als 20.000 € erhalten würden.

Über die 20 Jahre währende Zeit der EEG-Vergütungszeit fließen also rund 2,4 Millionen Euro alleine aus der Zuwendung in die Stadtkassen. Die Zuwendung ist dabei nur einer der Vorteile, den die Kommune und ihre Bürger*innen durch die Anlagen haben. Hinzu kommen erhebliche Pachtzahlungen für die Nutzung von privaten und kommunalen Flächen, Einnahmen aus der Gewerbesteuer sowie eine Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Denn beim Bau und beim Betrieb der Anlagen achtet ABO Wind darauf, möglichst weitgehend Menschen und Betriebe aus der Region zu beauftragen.

 

Anlagentyp

Windkraftanlagen 4 WEA
Anlagentyp Nordex N149
Nabenhöhe 164 Meter
Rotordurchmesser 149 Meter
Gesamthöhe 239 Meter
Nennleistung 5,7 Megawatt

Visualisierungen

Zeitplan

Hintergrund

Windenergie-Vorranggebiete

Der Standort "Schälker Heide" wurde von der Stadt Iserlohn im Jahre 2011 im Rahmen der Erstellung eines Planungskonzeptes zur Ausweisung von Vorrangzonen für Windenergieanlagen als eine mögliche Potenzialfläche identifiziert und im Entwurf zur 79. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) dargestellt.

Die 79. Änderung des FNP wurde jedoch Ende 2013 ruhend gestellt. Ende 2018 hat der Rat der Stadt Iserlohn erneut einen Aufstellungsbeschluss für einen Teilflächennutzungsplan Windenergie gefasst. Erst Ende 2019 ist die Verwaltung durch Beschluss des Planungsausschusses beauftragt worden, eine Potentialflächenanalyse in Auftrag zu geben, um auf Basis des Ergebnisses erneut zu beraten und zu entscheiden, ob überhaupt ein Teilflächennutzungsplan Windenergie erarbeitet werden soll. Diese Vorgehensweise zeigt eindeutig, dass die Stadt Iserlohn keine ernsthafte Planungsabsicht verfolgt. 

Die Darstellungen der 54. Flächennutzungsplanänderung aus dem Jahr 2003, in der an anderer Stelle Konzentrationszonen ausgewiesen wurden, steht dem Vorhaben nicht entgegen. Dieser FNP weist formelle Fehler auf und ist damit offensichtlich rechtswidrig. Mit diesem Tatbestand setzen sich ein Erlass des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW vom 27.10.2016 sowie ein Urteil des OVG NRW vom 07.03.2019 auseinander.

Damit ist unser Vorhaben planungsrechtlich zulässig, was durch den erteilten Vorbescheid bestätigt wird.

Energiewende in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen hat großes Potential, auch nach dem Ende der Kohleverstromung zentrales Energieland Deutschlands zu bleiben. Viele innovative Unternehmen in NRW treiben die Energiewende bereits aktiv voran. Auf den Bergbau fokussierte Hersteller von Spezialmaschinen produzieren mittlerweile zum Beispiel wichtige Teile für den Windenergiesektor. Darüber hinaus haben viele Getriebezulieferer ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Während in NRW nur noch rund 8.000 Menschen in der Braunkohlewirtschaft arbeiten, sind in dem Bundesland fast 20.000 Menschen in der Windenergiebranche beschäftigt. Das unterstreicht die wirtschafts- und industriepolitische Bedeutung der Windenergie.

Leider ist die seit 2017 in NRW regierende Koalition aus CDU und FPD dabei, diesen erfolgreichen Transformationsprozess abzuwürgen. Der seit dem 6. August 2019 geltende Landesentwicklungsplan (LEP) streicht die bisher gültigen Ziele, den Energiemixanteil von Windkraft bis 2025 auf mindestens 30 Prozent anzuheben. Damit konterkariert die Landesregierung Klimaschutzvorgaben der Bundesregierung und des Weltklimaabkommens von Paris. Auch die Regierungspläne zur Einführung von starren Mindestabständen von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung sorgen für massive Verunsicherung in kommunaler Bauleitplanung und Bevölkerung.

Fragen und Antworten zur Windkraft in Schälk

Nun sind Sie als Anwohner gefragt: Welche Fragen zur Windkraft in Schälk möchten Sie uns stellen? Dafür haben wir ein neues Dialogforum eingerichtet, in dem Bürgerinnen und Bürger mit uns in Kontakt treten können.

Häufige Fragen haben wir bereits zusammengetragen und beantwortet.
Weitere Fragen können Sie uns über das folgende Formular stellen. Sofern Ihre Frage von allgemeinem Interesse ist, fügen wir sie anonymisiert zu unserem Fragenkatalog hinzu.

 

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E-Mail-Adresse* (Pflichtfeld)

Ihre Frage zum Windpark Schälk:



Häufige Fragen

Sind die Standorte auf der Schälker Heide überhaupt wirtschaftlich?

Je nach Typ kann eine Windkraftanlage an diesem Standort etwa 15.000 Megawatt-stunden (MWh) umweltfreundlichen Strom erzeugen. Bei drei Anlagen sind das 45.000 Megawattstunden. Das ist so viel Strom, wie rund 13.000 Haushalte verbrauchen. Zum Vergleich: Die Ortsgemeinden Stübbeken und Grürmannsheide haben gemeinsam rund 1.200 Einwohner. Basierend auf Drei-Personen-Haushalten würde eine einzige Anlage also rechnerisch den Strombedarf dieser Ortsgemeinden mehr als zehnmal decken.

Wer profitiert von der Windkraft?

Der Windpark wird auf privaten Flächen errichtet, aber auch für die regionale Wertschöpfung von Bedeutung sein: Für die Stadt Iserlohn sind erhebliche Gewerbesteuereinnahmen aus dem Windpark zu erwarten. Darüber hinaus plant der Gesetzgeber momentan eine Abgabe für Wind-parkbetreiber, die direkt den Standortkommunen zu Gute kommen soll. Außerdem wird ABO Wind nach Möglichkeit ortsansässige Unternehmen mit dem Bau der Inf-rastruktur beauftragen. Auch während der Betriebsphase sind Aufträge für Wartung und Pflege zu vergeben, die dauerhafte Einnahmen vor Ort generieren.

Wer wird die Anlagen betreiben? Ist eine Bürgerbeteiligung möglich?

Wer den Windpark betreiben wird, steht in der Regel erst etwa ein halbes Jahr vor Inbetriebnahme fest. Windparkbetreiber können beispielsweise Genossenschaften, Bürger oder Kommunen sein. Auch regionale Energieversorger, die Bürgerwindaktie ABO Invest oder sonstige Unternehmen kommen in Frage. Je nach Interesse der Bürger und Bürgerinnen sind Beteiligungsmodelle mit unterschiedlich hohem Risiko denkbar, zum Beispiel festverzinsliche Nachrangdarlehen oder eine Direktbeteiligung über Kommanditanteile. Haben Sie Interesse, sich an den Windmühlen zu beteiligen? Dann kontaktieren Sie uns gerne über das Kontaktformular auf dieser Seite!

Werden Schlagschatten der Rotorblätter auf den Ort fallen?

Je nach Stand der Sonne werfen Rotoren Schatten auf die Umgebung. Daher gibt es für Windparks Richtwerte, die in einem Gutachten zu Schattenimmissionen nachzuweisen sind. Durch den Einbau eines so genannten Schattenwurfmoduls wird sichergestellt, dass die Richtwerte eingehalten und die Anlagen gegebenenfalls abgeschaltet werden.

Wie hoch ist die Lärmbelästigung durch die Anlagen und was wird dagegen getan?

Um eine Genehmigung für eine Windkraftanlage zu bekommen, müssen wie auch bei jedem anderen Gewerbebetrieb strenge Schallgrenzwerte der "Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm" eingehalten werden: 

Art der baulichen Nutzung Tags Nachts

Industriegebiet

70 dB(A)    70 dB(A)
Gewerbegebiet 65 dB(A) 50 dB(A)
Kern-, Dorf-, Mischgebiet 60 dB(A) 45 dB(A)
Allgemeines Wohngebiet, Kleinsiedlungsgebiet     55 dB(A) 40 dB(A)
Reines Wohngebiet 50 dB(A) 35 dB(A)
Kurgebiet, Krankenhaus, Pflegeanstalt 45 dB(A) 35 dB(A)

Zum Vergleich: Eine ruhige Unterhaltung hat eine Emission von etwa 60 dB(A).

Die Schallbelastungen durch eine Windkraftanlage werden stets unter den ungünstigsten Voraussetzungen berechnet: Der Gutachter unterstellt, die Anlage würde durchgehend auf Volllast laufen und es gäbe keine sonstigen Umweltgeräusche wie Blätterrauschen oder Verkehrslärm.

Sobald die Schallprognosen für die Windräder auf der Schälker Heide vorliegen, werden wir die Informationen an dieser Stelle veröffentlichen.

 

Ist es sinnvoll, Windräder im Wald zu errichten?

Ja. Windkraftanlagen lassen sich wie hier auf der Schälker Heide auch im Wald ökologisch sinnvoll realisieren. ABO Wind hat sich als einer der ersten Projektentwickler auf Waldstandorte spezialisiert und bereits vielfach Erfahrung gesammelt. ABO Wind plant wenn möglich an bestehenden Wegen, um die Eingriffe möglichst gering zu halten.

Um im Wald eine Windkraftanlage zu errichten, müssen rund 5.000 bis 10.000 Quadratmeter gerodet werden. Die Fläche wird nach der Errichtung wieder aufgeforstet. Für die Eingriffe in Natur und Landschaft vereinbart ABO Wind in enger Abstimmung mit den Kommunen, Forstämtern und Naturschutzbehörden Ausgleichsmaßnahmen, um etwa andere Teile des Waldes ökologisch aufzuwerten. 

Wie sicher sind Windenergieanlagen?

Windenergie ist eine sichere und zuverlässige Art der Stromerzeugung: Moderne Anlagen sind bis zu 98,5 Prozent technisch verfügbar, also betriebsbereit. Technische Störungen führen in den meisten Fällen zu Ertragsausfällen für den Betreiber, nicht jedoch zu Gefahren für die Allgemeinheit. Laut einer Schätzung des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Bremerhaven kommt es in Deutschland nur in 0,01 Prozent aller installierten Windkraftanlagen pro Jahr zu Bränden. Im Vorfeld erstellt ABO Wind Brandschutzkonzepte und die örtliche Feuerwehr wird für den Notfall eingewiesen. Jede Windkraftanlage wird zudem in regelmäßigen Intervallen gewartet, um mögliche Gefahrenquellen rechtzeitig zu beheben.

Bleibt der Strom in der Region?

Wenn die vier geplanten Anlagen auf der Schälker Heide ans Netz gingen, könnte der Strom ins Mittelspannungsnetz eingespeist werden, er wird also regional verteilt und verbraucht. Da der Strom aus verschiedenen Erzeugungsanlagen im Stromnetz zusammenläuft, kommt in jeder Steckdose ein Strommix aus verschiedenen Erzeugungsarten an. Strom aus Windkraftanlagen erhöht den Anteil erneuerbaren Stroms im Netz und damit auch den Anteil an Windstrom im eigenen Haushalt.

Kontakt

Ute Schulmeister

Ute Schulmeister
Abteilungsleiterin

Tel. +49 5971 14 81 99 91
ute.schulmeister(at)abo-wind.de

Dr. Daniel Duben

Dr. Daniel Duben
Pressesprecher

Tel. +49 611 267 65-577
Fax +49 611 267 65-599
presse(at)abo-wind.de

Windenergie-Projekte in Nordrhein-Westfalen

 

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