Aktuelles Projektinfos Termine Hintergrund Fragen und Antworten Kontakt

Windparkplanung Treis-Karden

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ABO Wind hat in Rheinland-Pfalz bislang 151 Windenergie- und Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 370 Megawatt errichtet, so viel wie in keinem anderen deutschen Bundesland. Das Unternehmen errichtet aktuell südlich von Treis-Karden einen weiteren Windpark mit fünf Anlagen. In der unmittelbaren Umgebung hat ABO Wind bereits die Windparks Mörsdorf Nord und Süd, Zilshausen und Lahr ans Netz gebracht.

Die Genehmigung für den Windpark wurde auf unseren Projektpartner Trianel übertragen. Den Bau des Windparks wird ABO Wind im Auftrag von Trianel ausführen. 

Auf dieser Website können Sie sich über den jeweils aktuellen Stand informieren.

Entwicklung
Genehmigungs-verfahren
Errichtung
Betrieb
Aktueller Status

Aktuelles

Januar 2021: Fällarbeiten beginnen

Vor wenigen Tagen haben im Gebiet des Windparks Treis-Karden die ersten Fällarbeiten für den Bau der Windkraftanlagen begonnen.

Oktober 2020: Genehmigung erhalten

ABO Wind hat Ende Oktober 2020 eine Genehmigung für fünf Windkraftanlagen erhalten. In Kürze finden Sie auf dieser Website Informationen zum neuen Zeitplan des Windparkbaus.

29. Oktober 2019: Infomesse Windpark Treis-Karden/Mörsdorf

Pressemitteilung

Sechs neue Windkraftanlagen im Hunsrück geplant – ABO Wind informiert

Bildergalerie der Infomesse am 29. Oktober in Treis-Karden
  • 25,2 Megawatt-Windpark soll 45.000 Menschen mit Strom versorgen
  • Rund 150 Besucher bei Infomesse zum geplanten Windpark Treis-Karden/Mörsdorf
  • Projektpartner, Forst, Gutachter und Bürgerinitiative informierten und diskutierten mit Anwohnern

(Wiesbaden/Treis-Karden, 31. Oktober 2019) Noch drei Wochen lang können interessierte Bürger die Antragsunterlagen des Hunsrücker Windparks Treis-Karden/Mörsdorf im Internet und in den Verbandsgemeinde-Verwaltungen einsehen. Aus Anlass der Offenlage des Genehmigungsantrags lud der Projektentwickler ABO Wind am vergangenen Dienstagabend die Anwohner zu einer Infomesse zum Windpark ein. Rund 150 Besucher diskutierten mit zahlreichen anwesenden Experten über die Windenergie und die geplanten Standorte.

Die sechs Anlagen des Typs Vestas V150 mit einer Gesamtleistung von 25,2 Megawatt sollen circa 75 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom pro Jahr produzieren – so viel verbrauchen rund 45.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen. 50.000 Tonnen Kohlendioxid blieben der Umwelt jährlich erspart. ABO Wind hat in den vergangenen fünf Jahren bereits 15 Anlagen in Mörsdorf und den benachbarten Gemeinden Lahr und Zilshausen errichtet. Pachteinnahmen aus den Mörsdorfer Anlagen trugen einen erheblichen Teil zur Finanzierung der Hängeseilbrücke Geierlay bei. Die touristische Attraktion lockte in den vergangenen vier Jahren mehr als eine Million Besucher in den Hunsrück.

Auf der Infomesse informierten sich Bürger an fünf Stationen über alle Aspekte des Windparks. Neben dem Projektentwickler ABO Wind, der über die Planungen und den Bau des Projektes berichtete, sowie dem künftigen Betreiber, der Stadtwerke-Kooperation Trianel Erneuerbare Energien, waren mit der IEL GmbH (Schall- und Schatten) und ecoda (Naturschutz) auch zwei Gutachterbüros vertreten. Darüber hinaus informierten Vertreter der Landesforsten Rheinland-Pfalz über Windenergie im Wald. Um Anwohnern Gelegenheit zu geben, sich ausgewogen zu informieren, hatte ABO Wind auch die Interessengemeinschaft Flaumbachtal-Beurenkern eingeladen, die dem Projekt kritisch gegenübersteht.

Die Flächen des künftigen Windparks wurden im Jahr 2013 im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Treis-Karden als Vorranggebiet für Windkraft ausgewiesen. Die Pachteinnahmen der Anlagen auf kommunalen Flächen kommen den Gemeinden und damit den Bürgern zugute. Über einen Solidarpakt sind auch diejenigen Ortsgemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Treis-Karden an den Einnahmen beteiligt, auf deren Flächen keine Windkraftanlagen errichtet werden.

„Wir haben den Antrag auf Genehmigung im Juli eingereicht und sind zuversichtlich, im Herbst 2020 mit dem Bau zu beginnen“, sagte Projektleiter Sebastian Schroll. „Viele Anwohner kennen unser Unternehmen bereits vom Bau der früheren Windparks. Dennoch war es uns wichtig, unsere Planungen vorzustellen und im Gespräch mit den Bürgern Fragen zu beantworten und Bedenken auszuräumen.“  Auch im weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens und während des Baus können sich Anwohner im Internet unter www.windpark-treis-karden.de informieren. Dort hat ABO Wind unter anderem die Posteraustellung der Infomesse zum Download bereitgestellt.

Pressemitteilung herunterladen

Infoposter Windenergie allgemein herunterladen (5 MB)

Infoposter Windpark Treis-Karden/Mörsdorf herunterladen (17 MB)

 

Juli 2019: Genehmigungsantrag eingereicht

ABO Wind hat den Genehmigungsantrag für die sechs Windkraftanlagen eingereicht. Damit startet das förmliche Genehmigungsverfahren, in dessen Verlauf die Antragsunterlagen öffentlich ausliegen werden.

Im Herbst 2019 plant ABO Wind zudem eine Infoveranstaltung für die Anwohnerinnen und Anwohner. Weitere Informationen zu der Veranstaltung erfahren Sie in den kommenden Wochen auf dieser Website.

Februar 2019: Windparkpläne in Gemeinderäten vorgestellt

Im Februar 2019 stellte ABO Wind den geplanten Windpark Treis-Karden im jeweiligen Gemeinderat der Ortsgemeinden Treis-Karden und Mörsdorf vor. Die Bürgerinnen und Bürger der Region können sich nun auf dieser Website und im Laufe der Planungen im Rahmen von Infoveranstaltungen über den Windpark informieren.

 

 

Projektinfos

Standort

Übersichtskarte

Die geplanten Anlagen des Windparks Treis-Karden liegen weitgehend im Staatsforst, zwischen den Ortschaften Mörsdorf (südlich), Lieg (östlich), Treis (nördlich) und Bruttig-Fankel (westlich). Die Standorte der Anlagen befinden sich in einem Abstand von mindestens 1.400 Metern zu nächstgelegenen Ortslagen.

Die Höhe der geplanten Anlagenstandorte über NN beträgt rund 240 bis 325 Meter. Windmessungen haben ergeben, dass am Standort ein wirtschaftlicher Windparkbetrieb möglich ist.

 

Anlagentyp

Windkraftanlagen 6 WEA
Anlagentyp Vestas V150
Nabenhöhe 166 Meter
Rotordurchmesser 150 Meter
Blattlänge 68 Meter
Gesamthöhe 241 Meter
Nennleistung 4,2 Megawatt

Termine

Hintergrund

Landespolitische Ziele und Regionalplanung

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat sich der Energiewende verschrieben: Bis 2030 soll der Stromverbrauch im Land bilanziell vollständig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Zwei Prozent der Fläche will das Land der Windkraftnutzung zur Verfügung stellen. Dazu hat die Landesregierung den Verbandsgemeinden aufgetragen, die planungsrechtliche Ausweisung dieser Flächen über die kommunale Bauleitplanung zu gewährleisten.

Bereits im Februar 2013 wurde der Planungsbereich im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Treis-Karden als Vorranggebiet für Windkraft ausgewiesen.

Wirtschaftliche Eckdaten und kommunale Wertschöpfung

Zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit der Windparks Treis-Karden hat ABO Wind ein Jahr lang den Wind gemessen. Die gewonnenen Daten erhöhen die Zuverlässigkeit der Ertragsprognose. Die sechs Anlagen werden demnach im Durchschnitt jährlich 75 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom erzeugen – so viel verbrauchen 45.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen jährlich.

Der Windpark trägt zur kommunalen Wertschöpfung bei: Für mehrere Flächen der Windkraftanlagen im kommunalen Eigentum fließen Pachtzahlungen in die Gemeindekasse. Für alle Anlagen bleibt zudem ein großer Teil der Gewerbesteuer im Ort. Mit dem Bau der Infrastruktur beauftragt ABO Wind soweit möglich ortsansässige Unternehmen. Über den Solidarpakt der Hunsrückgemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Treis-Karden sind auch diejenigen Ortsgemeinden an den Einnahmen beteiligt, auf deren Flächen keine Windkraftanlagen errichtet werden können.

Fragen und Antworten zur Windkraft in Treis-Karden

Nun sind Sie als Anwohner gefragt: Welche Fragen zur Windkraft in Treis-Karden möchten Sie uns stellen? Dafür haben wir ein neues Dialogforum eingerichtet, in dem Bürgerinnen und Bürger mit uns in Kontakt treten können.

Häufige Fragen haben wir bereits zusammengetragen und beantwortet.
Weitere Fragen können Sie uns über das folgende Formular stellen. Sofern Ihre Frage von allgemeinem Interesse ist, fügen wir sie anonymisiert zu unserem Fragenkatalog hinzu.

 

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Ihre Frage zur Windenergie Treis-Karden:



Häufige Fragen

Wer profitiert von der Windkraft?

Viele. Die aktuellen Planungen des Windparks Treis-Karden fokussieren gemeindeeigene Flächen der Gemeinden Mörsdorf und Treis-Karden. Die Gemeinden erhalten vom Windparkbetreiber Pachtzahlungen. Darüber hinaus sind die Windenergieanlagen aber auch hinsichtlich der regionalen Wertschöpfung von großer Bedeutung: Für die Ortsgemeinden sind beispielsweise Gewerbesteuereinnahmen aus dem Windpark zu erwarten. Außerdem beauftragt ABO Wind nach Möglichkeit ortsansässige Unternehmen, etwa mit dem Bau der Infrastruktur und Vermessungsarbeiten. Nach der Fertigstellung des Windparks sind auch während der Betriebsphase Aufträge für Wartung und Pflege der Anlagen zu vergeben, die dauerhafte Einnahmen vor Ort generieren.

Wie viel Raum benötigt der Kranstellplatz?

Jede Windenergieanlage benötigt einen Kranstellplatz, der auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern mit wasserdurchlässigem Schotter befestigt wird. Zusätzlich beansprucht der Bau einer Windenergieanlage temporäre Areale zur Lagerung und Montage, die nach der Fertigstellung des Windparks wieder in den Ursprungszustand zurückgebaut werden. Lediglich im Bereich des Fundamentes, das auf die Ableitung der hohen statischen Lasten ausgelegt und dimensioniert ist, erfolgt auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern eine Vollversiegelung.

Wer wird die Anlagen betreiben?

Betreiber des Windparks wird die Trianel Erneuerbare Energien sein. Mit Trianel kooperiert ABO Wind in zahlreichen Regionen Deutschlands. Weitere Informationen finden Sie beispielsweise hier.

Wie wird der Rückbau der Anlagen so abgesichert, dass die Gemeinschaft nicht die späteren Rückbaukosten übernehmen muss?

In jedem Nutzungsvertrag mit den Standorteigentümern wird von ABO Wind eine Rückbaubürgschaft garantiert. Die Höhe dieser Rückbaubürgschaft wird von der Genehmigungsbehörde bestimmt und ihre vertragliche Garantie ist Voraussetzung dafür, die Genehmigung zum Beginn der Baumaßnahmen zu erhalten. Der Bau von Windenergieanlagen darf also erst beginnen, wenn die Bankbürgschaft über den festgelegten Betrag tatsächlich hinterlegt ist. Eine Windenergieanlage besteht zum Großteil aus Stahl und anderen Wertstoffen, die nach Beendigung des Betriebs wiederverwertet werden.

Warum werden die Anlagen nach 25 Jahren zurückgebaut?

Pachtverträge sind in der Regel auf eine Dauer von 25 Jahren ausgelegt. Die Windkraftanlage zum Ablauf der Vertragsdauer rückzubauen und gegebenenfalls eine neue zu errichten, ist in den meisten Fällen sinnvoll, da die technische Lebensdauer einer Anlage heute bei 25 bis 30 Jahren liegt. Neben dem gewöhnlichen Verschleiß spricht noch ein anderes Argument für den Ersatz älterer Anlagen: Die Windkraft als relativ junge Technologie entwickelt sich rasant weiter. In den letzten 20 Jahren hat sich die durchschnittliche Leistungsfähigkeit von Windenergieanlagen von 260 Kilowatt auf 2.600 Kilowatt verzehnfacht. Moderne Anlagen kommen sogar auf eine Leistung von 5.000 Kilowatt. In den nächsten 20 bis 30 Jahren wird es voraussichtlich ähnlich dynamische Fortschritte geben. Der Ersatz älterer Anlagen durch neuere, das so genannte Repowering, macht so einen vielfach höheren Stromertrag mit weniger Anlagen möglich.

Ist nach der Vertragsdauer Windkraft an einem Standort nicht mehr erwünscht, kann auf den Ersatz einer abgebauten Anlage natürlich auch verzichtet werden. Der vollständige Rückbau von Windenergieanlagen ist – anders als etwa der von Atomkraftwerken oder Kohlegruben – problemlos möglich.

Wie sicher sind Windenergieanlagen?

Windenergie ist eine sehr sichere und zuverlässige Art der Stromerzeugung: Moderne Anlagen sind bis zu 98,5 Prozent technisch verfügbar, also betriebsbereit. Technische Störungen führen in den allermeisten Fällen höchstens zu Ertragsausfällen für den Betreiber, nicht jedoch zu Gefahren für die Allgemeinheit. Laut einer Schätzung des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Bremerhaven kommt es in Deutschland nur in 0,01 Prozent aller installierten Windkraftanlagen pro Jahr zu Bränden - statistisch betrachtet also einmal in 10.000 Betriebsjahren. Im Zuge der Planungen eines Windparks erstellt ABO Wind individuelle Brandschutzkonzepte und die örtliche Feuerwehr wird für den Notfall eingewiesen. Jede Windkraftanlage wird zudem in regelmäßigen Intervallen gewartet, um mögliche Gefahrenquellen rechtzeitig zu beheben.

Welche Maßnahmen sind gegen Eisschlag bei Windkraftanlagen vorgesehen

Wenn es kalt ist, bildet sich an Objekten unter freiem Himmel mitunter Eis. Das ist bei Windenergieanlagen nicht anders als bei Bäumen oder Dachrinnen. Um einen Eisabwurf zu verhindern, verfügen Windenergieanlagen jedoch über vielfältige Vorkehrungen. Unter anderem besitzen sie unterschiedliche technische Einrichtungen zur automatischen Eiserkennung. Wird eine Vereisung der Rotorblätter festgestellt, fährt das Steuerungssystem die Windenergieanlage herunter. Auf der Basis von aktuellen meteorologischen Messwerten (Windgeschwindigkeit und Umgebungstemperatur) ermittelt es automatisch eine Wartezeit, in der die Rotorblätter abtauen. Erst nach Ablauf dieser Wartezeit fährt die Anlage bei ausreichender Windgeschwindigkeit selbstständig wieder an.

Gut sichtbare Eiswarnschilder warnen überdies vor herabfallendem Eis von stillstehenden oder trudelnden Anlagen. Sie sind an den Zufahrts- sowie Zugangswegen in einer Entfernung von mindestens vierfachem Rotor-Durchmesser aufgestellt. Das Eisabwurfrisiko von stehenden oder trudelnden WEA ist aber nicht höher als jenes von Bäumen im Wald.

Bleibt der Strom in der Region?

Die geplanten Windenergieanlagen würden klimafreundlich produzierten Strom in das lokale Netz einspeisen. Der erzeugte Strom wird also regional verteilt und verbraucht. Da der Strom aus verschiedenen Erzeugungsanlagen im Netz zusammenläuft und dort nicht etwa nach erneuerbaren oder fossilen Erzeugungsquellen unterschieden wird, kommt in jeder Steckdose ein Strommix aus verschiedenen Produktionsquellen an. Strom aus Windkraftanlagen, wie sie in Treis-Karden geplant sind, erhöht jedoch den Anteil des aus erneuerbaren Energiequellen produzierten Stroms im Netz und damit auch den Anteil an Windstrom im eigenen Haushalt.

Ist der von Windrädern produzierte Strom zu teuer?

Nein. Windkraft an Land ist die effektivste und kostengünstigste Methode, um klimafreundlich Strom zu produzieren. 2017 machte die Windkraft an Land rund 19 Prozent des Strommixes in Deutschland aus und liegt damit auf Platz 2 hinter der Braunkohle. Ihr Anteil an der EEG-Umlage liegt dagegen bei lediglich 15 Prozent. Der weitere Ausbau der Windkraft ist unverzichtbar für eine bezahlbare Energiewende.

Bei der Stromerzeugung durch Windenergie entstehen zudem praktisch keine Abgase, Abfälle oder Abwässer und damit so gut wie keine Folgekosten. Externe Folgekosten sind Kosten durch Umweltzerstörung, die nicht im Strompreis berücksichtigt werden und die die Allgemeinheit trägt. Würden die gravierenden Folgekosten der Produktion von Atom- sowie Kohlestrom (Endlagerung, Umweltschäden usw.) nicht aus Steuermitteln bezahlt, sondern auf den Strompreis umgelegt, wäre diese Umlage doppelt so teuer wie die für erneuerbare Energien.

Gefährdet Windkraft die Grundversorgung mit Strom?

Nein. Aber die Erzeugung von Windenergie unterliegt witterungsbedingten Schwankungen. Für diese Herausforderung gibt es jedoch Lösungen: kombinieren, verteilen und speichern. In keiner Weise gefährdet der Ausbau der Windkraft die Grundversorgung.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, eine verlässliche Grundversorgung durch Windenergie zu gewährleisten: Sei es der flächendeckende Ausbau der Windenergie an Land, die Nutzung der Offshore-Potenziale, die Weiterentwicklung von Speichertechnologien oder die Kombination mit flexiblen Gaskraftwerken sowie anderen Erneuerbaren. Denn meist scheint entweder die Sonne oder der Wind weht, so dass an fast allen Tagen im Jahr eine der beiden Quellen Energie liefert. Aus Biomasse, Wasserkraft und Geothermie kann wetterunabhängig immer Strom gewonnen werden. So können naturbedingte Schwankungen bei der Einspeisung von Windenergie ausgeglichen werden. Ferner wird ein leistungsfähigeres Netz künftig mehr Strom aufnehmen können und eine bessere Verteilung gewährleisten. So lässt sich der derzeitige Missstand beseitigen, dass Windräder an windreichen Tagen mitunter mehr Strom produzieren, als ins Netz eingespeist werden kann.

Um eine gleichmäßigere Einspeisung zu erreichen und Spitzen abzuschwächen, besitzen moderne Onshore-Anlagen größere Rotoren, die ihre kleineren Generatoren auch bei wenig Wind antreiben. So werden insgesamt deutlich mehr Volllaststunden bei gleichmäßiger Stromeinspeisung erreicht. Moderne Anlagen übernehmen zudem immer mehr Systemdienstleistungen und tragen damit zur Netzstabilität bei. Um Produktionsspitzen abfangen zu können, werden zusätzlich verschiedene Technologien für eine lokale Stromspeicherung entwickelt

Volkswirtschaftlich betrachtet ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien sehr sinnvoll. Es werden nicht nur neue Arbeitsplätze mit guter Zukunftsperspektive geschaffen, sondern Deutschland macht sich damit auch unabhängiger von externen Brennstofflieferungen. Hinzu kommen Umweltprobleme, allen voran der Klimawandel und der damit einhergehende Biodiversitätsverlust, denen Erneuerbare Energien wie Windkraft wirkungsvoll begegnen können.

Macht Infraschall von Windenergieanlagen krank?

Nein. Bislang gibt es keinerlei seriöse wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Infraschall krank macht. Infraschall ist für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbarer Schall unterhalb der Frequenz von 20 Hertz. Viele natürliche Quellen (wie etwa böiger Wind und hoher Seegang), aber auch Autos oder Flugzeuge erzeugen Infraschall. Die Emission durch Windkraftanlagen ist dagegen gering. Schon in wenigen hundert Metern Entfernung ist kaum noch zu unterscheiden, ob Infraschall von einem Windrad oder von einer anderen Quelle – zum Beispiel dem Wind – verursacht wird. Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen wie zum Beispiel die kürzlich erschienene Studie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden Württemberg.

Werden Schlagschatten der Rotorblätter auf den Ort fallen?

Je nach Stand der Sonne werfen Rotoren Schatten auf die Umgebung. Das kann für Anwohner unangenehm sein. Deswegen ist die maximal zulässige Belästigung strikt limitiert. Wirft eine Windkraftanlage an einem einzelnen Tag mehr als 30 Minuten lang Schatten auf ein Wohnhaus, wird die Anlage automatisch abgeschaltet. Das gleiche gilt, wenn die Belastung durch Schattenwurf innerhalb eines Jahres 30 Stunden erreicht hat.

Wie hoch ist die Lärmbelästigung durch die Anlagen und was wird dagegen getan?

Um eine Genehmigung für eine Windkraftanlage zu bekommen, müssen wie auch bei jedem anderen Gewerbebetrieb strenge Schallgrenzwerte der "Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm" eingehalten werden:

Art der baulichen Nutzung Tags Nachts

Industriegebiet

70 dB(A)    70 dB(A)
Gewerbegebiet 65 dB(A) 50 dB(A)
Kern-, Dorf-, Mischgebiet 60 dB(A) 45 dB(A)
Allgemeines Wohngebiet, Kleinsiedlungsgebiet     55 dB(A) 40 dB(A)
Reines Wohngebiet 50 dB(A) 35 dB(A)
Kurgebiet, Krankenhaus, Pflegeanstalt 45 dB(A) 35 dB(A)


Zum Vergleich: Eine ruhige Unterhaltung hat eine Emission von etwa 60 dB(A).

Die Schallbelastungen durch eine Windkraftanlage werden stets unter den ungünstigsten Voraussetzungen berechnet: Der Gutachter unterstellt, die Anlage würde durchgehend auf Volllast (also mit maximal möglicher Leistung) laufen und es gäbe keine sonstigen Umweltgeräusche wie Blätterrauschen oder Verkehrslärm.

 

Was wird getan, damit Lichtsignale an Windrädern weniger stören?

Manche Anwohner stören sich an Lichtsignalen der Windräder im Dunkeln. Ab Dezember 2022 gilt allerdings für Windkraftanlagen die Pflicht zur sogenannten bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung: Das heißt, die Lichter an der Anlage blinken nur, wenn sich tatsächlich ein Flugzeug nähert. Somit werden die Lichtsignale um ein Vielfaches verringert. (Quelle: Energiesammelgesetz, S.26, Update im November 2020)

Verträgt sich der Bau eines Windparks mit Natur- und Artenschutz?

Ja. Beim Bau von Windenergieanlagen hat der Schutz von Natur und Umwelt eine zentrale Bedeutung. Dennoch ist die Errichtung von Windenergieanlagen natürlich ein sichtbarer Eingriff ins Landschaftsbild. Ein weitaus erheblicherer Eingriff in die Natur ist aber auch Vorrausetzung für die Produktion von Atom- oder Kohlestrom. Im Unterschied zu Kohlegruben oder Atomkraftwerken lassen sich Windenergieanlagen jedoch nach Ablauf ihrer Betriebszeit komplett zurückbauen und sie hinterlassen weder strahlenden Atommüll noch riesige Löcher in der Erde.

Ungeachtet dessen sind im Vorfeld des Baus eines Windparks strenge gesetzliche Rahmenbedingungen zu beachten. Gemäß der Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) sowie dem Gesetz über den Naturschutz und die Landschaftspflege im Land Brandenburg sind die vorhabenspezifischen Wirkungen auf Natur und Landschaft zu untersuchen. Daher kooperiert ABO Wind mit unabhängigen Arten- und Naturschutzgutachtern. Nur wenn garantiert ist, dass sämtliche gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten und keine bedrohten Tierarten durch die Anlagen gefährdet sind, wird der geplante Windpark auch realisiert.

Wird die Wasserqualität durch den Bau des Windparks beeinträchtigt?

Nein. Regen versickert weiterhin dort, wo er niederfällt. Er wird durch die Windenergieanlagen nicht aufgefangen oder abgeleitet. Natürlich erfordert der Betrieb des Windparks (wie übrigens auch der Betrieb von Autos, Motorrädern und vielen anderen technischen Geräten) den Einsatz von Stoffen, die nicht ins Trinkwasser gehören. Getriebeöl zum Beispiel. Dafür gibt es jedoch strenge gesetzliche Vorschriften, die den Umgang mit diesen Materialen regeln. Diese Regeln werden beim Bau und Betrieb der Anlagen selbstverständlich eingehalten. Das minimiert die Umweltrisiken.

Wird der touristische Wert der Region durch den Windpark gemindert?

Nein. Windkraft und Tourismus passen gut zusammen. Laut einer aktuellen Umfrage der Agentur für Erneuerbare Energien finden 93 Prozent der Befragten den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien wichtig bis außenordentlich wichtig. Windkraftanlagen sind ein sichtbares Zeichen, dass eine Region den Klimaschutz ernstnimmt. Die „Reiseanalyse 2015“ stellte fest, dass nur 0,8 Prozent der Urlauber wegen Windkraftanlagen eine Region meiden würden. Zu ähnlichen Ergebnissen kam die schottische Studie „Wind Farms and Tourism Trends in Scotland“.
Wir arbeiten eng mit den lokalen Tourismusverbänden zusammen, um ggf. mit gemeinsam entwickelten Angeboten die Region zu stärken. Einige Beispiele für solche Angebote finden Sie unter www.abo-wind.com/tourismus.

Gibt es Einschränkungen für Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer oder Jogger?

Nein. Es gibt keine Einschränkungen für den Aufenthalt rund um die Anlagenstandorte. Für das Risiko, dass sich im Winter bei bestimmten Wetterlagen Eis an den Rotorblättern bildet, das durch die Drehbewegungen auch weiter entfernt auf den Boden auftreffen kann, wird im Rahmen des Genehmigungsverfahrens mit den zuständigen Behörden ein Konzept zur Risikominimierung erarbeitet. Zudem werden Eiswurf-Warnschilder aufgestellt.

Kann der Windpark durch Versiegelungen des Bodens Einfluss auf das Grundwasser nehmen?

Grundwasserschutz ist Teil des Genehmigungsverfahrens. Die möglichen Auswirkungen der Windkraftanlagen auf das Grundwasser werden im Rahmen des Verfahrens umfassend geprüft. Gegebenenfalls werden dem Betreiber in der Genehmigung Auflagen zur Sicherstellung des Grundwasserschutzes auferlegt.

Kann die Fläche rund um die Anlagen weiterhin wie gewohnt genutzt werden?

Ja, das Gelände rund um die Standorte kann wie vorher land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden.

Kontakt

Sebastian Schroll

Sebastian Schroll
Projektleiter

Tel. +49 611 267 65-618
Fax +49 611 267 65-599
sebastian.schroll(at)abo-wind.de

Kristof Frank

Kristof Frank
Abteilungsleiter

Tel.: (0611) 267 65-548
Fax: (0611) 267 65-599
kristof.frank(at)abo-wind.de

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