Solarparkplanung in Wusterhausen/Dosse

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ABO Wind plant die Errichtung und den Betrieb eines Solarparks auf dem Gebiet der Gemeinde Wusterhausen/Dosse in der Gemarkung Lögow.

Die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage könnte pro Jahr so viel sauberen Strom produzieren, wie rund 36.000 Menschen in ihren Haushalten verbrauchen. Das vermeidet den jährlichen Ausstoß von mehr als 36.000 Tonnen Kohlendioxid.

Diese Website bietet aktuelle Informationen und Wissenswertes über das Projekt, den aktuellen Planungsstand, Hintergrundinformationen sowie Antworten auf häufige Fragen. Wir aktualisieren die Seite regelmäßig, so dass Sie immer auf dem neuesten Stand sind.

Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns. 

Entwicklung
Aktueller Status
Genehmigungs-verfahren
Errichtung
Betrieb

Aktuelles

Mai 2024: Projektseite online

Auf dieser Website finden Sie alle Neuigkeiten zu unseren Planungen in Wusterhausen/Dosse.

 

Projektinfos

Standort

Standort

Der Standort der geplanten PV-Anlage befindet sich ca. 300 Meter südlich vom Ortsteil Emilienhof. Die geplante Anlage soll auf privaten, landwirtschaftlich genutzten Flächen entstehen.

 

Solar-Euro

Die Landesregierung von Brandenburg hat kürzlich die Einführung des Solar-Euros bekanntgegeben. Ab 2025 erhalten Gemeinden, in denen eine Freiflächen-Photovoltaikanlage steht, jährlich 2.000 Euro pro Megawatt installierter Leistung. Durch den Solarpark kämen dadurch 120.000 Euro zustande – pro Jahr. Das Geld kann die Gemeinde nutzen, um die Infrastruktur auszubauen oder das Ortsbild zu verschönern.

Technische Daten

Derzeit befinden wir uns in einem sehr frühen Planungsstadium. Alle Angaben können sich im Laufe des Verfahrens noch ändern.

Hersteller noch unbekannt
Voraussichtliche Flächengröße 56,0 ha
Entfernung allgemeine Wohnbebauung ca. 300 Meter
Voraussichtliche Nennleistung 60 MW

 

Standort und Technik

Die beiden Teilgeltungsbereiche liegen südwestlich und südöstlich der besiedelten Fläche des Ortsteils Emilienhof. Sowohl die ca. 46,0 ha große Teilfläche West wie die 22,6 ha große Teilfläche Ost befinden sich beidseitig der Bahnstrecke Neuruppin-Neustadt Dosse. Das am nächsten zur Ortslage Emilienhof liegende Sondergebiet im Teilgeltungsbereich West ist 300 m Luftlinie vom letzten Wohnhaus im Südwesten der Ortslage Emilienhof entfernt. Der Teilgeltungsbereich Ost ist ca. 380 m von der Ortslage Emilienhof entfernt.

Bei der Technik nutzen wir ausschließlich Komponenten, die hohe Effizienzstandards erfüllen. Ein wichtiger Punkt bei der Wahl des Herstellers ist die Sicherheit vor Blendung. Um eine PV-Anlage im Boden zu verankern, ist nur sehr wenig Platz nötig. 99 Prozent der Fläche bleiben unversiegelt.

Natur- und Umweltschutzschutz

Selbstverständlich berücksichtigen unsere Planungen alle gesetzlichen Vorgaben rund um Natur- und Umweltschutz. In den kommenden Monaten werden unabhängige Fachleute ausführliche Untersuchungen hierzu durchführen.

Bei der beplanten Fläche handelt es sich überwiegend um, landwirtschaftliche Flächen mit einer eher unterdurchschnittlichen Bodenqualität von 30. Durch die Umnutzung kann das Areal ökologisch aufgewertet werden. Die Böden werden von Düngemitteln und Gülle verschont und können sich erholen. Die Nitratbelastung geht zurück. Das trägt zum Schutz des Grundwassers bei.  Mindestens einmal jährlich wird eine Mahd stattfinden. Je nach Interesse der lokalen Landwirte kann auch eine extensive Beweidung durch Schafe stattfinden. Durch den Bau von PV-Anlagen ist die Fähigkeit der Selbstversorgung nicht gefährdet.

Zudem erhöhen Solarparks nachweislich die Biodiversität. Das haben verschiedene wissenschaftliche Studien bewiesen. Das Areal bietet vielen Tieren Zugang und Schutz vor Störungen, darunter auch geschützten Arten. Dafür sorgen etwa Zäune mit Bodenfreiheit. Hier sind die unteren 20 bis 30 Zentimeter offen konzipiert.

Zur Eingrünung der Anlage nutzen wir einheimische Gehölze und regionale Saatmischungen. Von diesen blütenreichen Wiesen und Hecken profitieren Schmetterlinge, Vögel, Insekten und Bienen. Sie wiederum bestäuben die benachbarten landwirtschaftlichen Flächen.

 

Voraussichtlicher Zeitplan

 

Hintergrund

Die Energiewende in Brandenburg

Im März 2024 hat die Landesregierung mit dem Klimaplan die erste klimapolitische Gesamtstrategie verabschiedet. Das Ziel ist es, spätestens im Jahr 2045 klimaneutral zu sein. Der Klimaplan besteht aus einem umfassenden Programm mit 103 konkreten Maßnahmen in allen relevanten Handlungsfeldern. Hierzu zählt auch ein ambitionierter Ausbau erneuerbarer Energien.

Um die Akzeptanz für Solarparks vor Ort zu erhöhen, hat die Landesregierung den sogenannten Solar-Euro beschlossen. Ab 2025 bekommen betroffene Kommunen pro Megawatt installierter Leistung jährlich 2.000 Euro von den Betreibern. Das Geld soll zweckgebunden sein und beispielsweise für die Aufwertung des Ortsbilds oder der Infrastruktur ausgegeben werden. So kommt es allen Anwohner*innen zugute.

Fragen und Antworten zum Solarpark in Wusterhausen/Dosse

Nun sind Sie als Anwohner gefragt: Welche Fragen zur Solarenergie in Wusterhausen/Dosse möchten Sie uns stellen? Dafür haben wir ein neues Dialogforum eingerichtet, in dem Bürgerinnen und Bürger mit uns in Kontakt treten können.

Häufige Fragen haben wir bereits zusammengetragen und beantwortet.
Weitere Fragen können Sie uns über das folgende Formular stellen. Sofern Ihre Frage von allgemeinem Interesse ist, fügen wir sie anonymisiert zu unserem Fragenkatalog hinzu.

 

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Ihre Frage zur Solarparkplanung in Wusterhausen/Dosse:



Häufige Fragen

Bleibt der Strom in der Region?

Die Anlage, die in Wusterhausen/Dosse geplant wird, wird den klimafreundlich produzierten Strom in das lokale Netz einspeisen. Der erzeugte Strom wird also regional verteilt und verbraucht. Da der Strom aus verschiedenen Erzeugungsanlagen im Netz zusammenläuft und dort nicht etwa nach erneuerbaren oder fossilen Erzeugungsquellen unterschieden wird, kommt in jeder Steckdose ein Strommix aus verschiedenen Produktionsquellen an. Strom aus Wind- und Solaranlagen erhöht jedoch den Anteil des aus erneuerbaren Energiequellen produzierten Stroms im Netz und damit auch den Anteil an erneuerbarem Strom im eigenen Haushalt.

Ist der von Solarmodulen produzierte Strom zu teuer?

Nein. Solarenergie zählt zu den effektivsten und kostengünstigsten Methoden, um klimafreundlich Strom zu produzieren. Ihr Ausbau ist unverzichtbar für eine bezahlbare Energiewende.

Bei der Stromerzeugung durch Solarenergie entstehen praktisch keine Abgase, Abfälle oder Abwässer und damit so gut wie keine Folgekosten. Externe Folgekosten sind Kosten durch Umweltzerstörung, die nicht im Strompreis berücksichtigt werden und die die Allgemeinheit trägt. Würden die gravierenden Folgekosten der Produktion von Atom- sowie Kohlestrom (Endlagerung, Umweltschäden usw.) nicht aus Steuermitteln bezahlt, sondern auf den Strompreis umgelegt, wäre das für Stromkunden extrem teuer.

Gefährdet Solarenergie die Grundversorgung mit Strom?

Nein. Aber die Erzeugung von Solarenergie unterliegt witterungsbedingten Schwankungen. Für diese Herausforderung gibt es jedoch Lösungen: kombinieren, verteilen und speichern. In keiner Weise gefährdet der Ausbau der Solarenergie die Grundversorgung.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um eine verlässliche Grundversorgung durch Solarenergie zu gewährleisten: Sei es der flächendeckende Ausbau der Solarenergie, die Weiterentwicklung von Speichertechnologien oder die Kombination mit flexiblen Gaskraftwerken sowie anderen Erneuerbaren. Denn meist scheint entweder die Sonne oder der Wind weht, so dass an fast allen Tagen im Jahr eine der beiden Quellen Energie liefert. Aus Biomasse, Wasserkraft und Geothermie kann wetterunabhängig immer Strom gewonnen werden. So können naturbedingte Schwankungen bei der Einspeisung von Solarenergie ausgeglichen werden. Ferner wird ein leistungsfähigeres Netz künftig mehr Strom aufnehmen können und eine bessere Verteilung gewährleisten. So lässt sich der derzeitige Missstand beseitigen, dass Solaranlagen an sonnigen Tagen oder zur Mittagszeit mitunter mehr Strom produzieren, als ins Netz eingespeist werden kann.

Volkswirtschaftlich betrachtet ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien sehr sinnvoll. Es werden nicht nur neue Arbeitsplätze mit guter Zukunftsperspektive geschaffen, sondern Deutschland macht sich damit auch unabhängiger von externen Brennstofflieferungen. Hinzu kommen Umweltprobleme, allen voran der Klimawandel und der damit einhergehende Biodiversitätsverlust, denen Erneuerbare Energien wirkungsvoll begegnen können.

Wer wird die Anlage betreiben?

Die Photovoltaik-Freiflächenanlage wird in einer Projektgesellschaft entwickelt und zukünftig betrieben. Der langfristige Betreiber der Anlage wird frühzeitig vor der Inbetriebnahme feststehen.

Verträgt sich der Bau eines Solarparks mit Natur- und Artenschutz?

Freiflächen-Photovoltaikanlagen (PV) bieten die Chance, der Umwelt gleich doppelt zu helfen: durch die nachhaltige Energieerzeugung und eine Steigerung der Biodiversität. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) aus dem Jahr 2019. Die Wissenschaftler werteten dafür Daten von 75 Solarparks in neun Bundesländern aus. Auch Erhebungen durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie des Bundesumweltministeriums (BMU) belegen diesen positiven Nutzen für die Umwelt.

Im Hinblick auf die Biodiversität ist bereits eine gute Planung des Solarparks wichtig. Die Wahl der Module und der Umzäunung, aber auch die Ausgestaltung der Reihenabstände können der Umwelt später zugutekommen. Doch ökologischer Weitblick fängt schon bei der richtigen Fläche an: Sinnvoll ist zum Beispiel eine Umnutzung von Deponien oder ehemaligen Industrie- oder Militärgebieten. Auch bestehende Grünlandstandorte können durch die Anzucht von Pflanzen, die für spezielle Insekten wichtig sind, ökologisch wertvoller werden. Äcker mit niedrigen Ertragswerten eignen sich ebenfalls für die PV-Nutzung. Durch den neuen Lebens- und Nahrungsraum für Nützlinge profitiert am Ende sogar die benachbarte Landwirtschaft. Um der Natur langfristig zu helfen, werden die neuen Lebensräume am besten regelmäßig gepflegt. Neben der herkömmlichen Mahd ist auch eine extensive Schafbeweidung möglich. Nicht zuletzt können PV-Anlagen dabei helfen, Böden zu entlasten und das Grundwasser zu schützen. Durch die Umnutzung von Ackerflächen bleibt der Boden von Pestiziden, Düngemitteln oder Gülle verschont. So geht beispielsweise die Nitratbelastung messbar zurück

Wir nutzen zur Eingrünung der Anlagen häufig heimische Gehölze und regionale Saatmischungen. Von blütenreichen Wiesen und Hecken profitieren auch andere Insekten, Schmetterlinge und Vögel. So fanden Forscher allein in einem Solarpark 25 verschiedene Arten von Heuschrecken. PV-Anlagen werden in der Regel eingezäunt. Allerdings lassen wir am Boden einen Spalt frei. Das ermöglicht vielen (gerade auch gefährdeten) Arten den Zugang und schützt sie so vor Störungen, zum Beispiel durch Hunde, Spaziergänger oder Landmaschinen.

Wie wird der Rückbau der Solaranlage so abgesichert, dass die Gemeinschaft nicht die späteren Rückbaukosten übernehmen muss?

In jedem Nutzungsvertrag mit den Standorteigentümern wird von ABO Wind eine Rückbaubürgschaft garantiert. Die Höhe dieser Rückbaubürgschaft wird von der Genehmigungsbehörde bestimmt und im Genehmigungsbescheid festgesetzt. Teilweise erhalten die Grundstückseigentümer zusätzliche Bürgschaften. Der Bau eines Solarparks darf also erst beginnen, wenn die Bankbürgschaft über den festgelegten Betrag tatsächlich hinterlegt ist.

Warum werden Solarparks nach 30 Jahren zurückgebaut?

Pachtverträge sind in der Regel auf eine Dauer von 30 Jahren ausgelegt. Den Solarpark zum Ablauf der Vertragsdauer rückzubauen und gegebenenfalls einen neuen zu errichten, ist in den meisten Fällen sinnvoll, da die technische Lebensdauer einer Anlage heute bei rund 30 Jahren liegt. Neben dem gewöhnlichen Verschleiß spricht noch ein anderes Argument für den Ersatz älterer Anlagen: Die Leistungsfähigkeit der Module entwickelt sich rasant weiter. So ist später ein vielfach höherer Stromertrag möglich.

Ist nach der Vertragsdauer Solarenergie an einem Standort nicht mehr erwünscht, ist ein vollständiger Rückbau – anders als etwa der von Atomkraftwerken oder Kohlegruben – problemlos möglich.

Wird der touristische Wert der Region durch den Solarpark gemindert?

Nein. Solarenergie und Tourismus passen gut zusammen. Laut einer aktuellen Umfrage der Agentur für Erneuerbare Energien finden 93 Prozent der Befragten den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien wichtig bis außenordentlich wichtig. Solarparks sind ein sichtbares Zeichen, dass eine Region den Klimaschutz ernstnimmt.

Wird die Wasserqualität durch den Bau des Solarparks beeinträchtigt?

99 Prozent der Fläche eines Solarparks bleiben unversiegelt. So kann Regenwasser ohne Probleme im Erdreich versickern. Teils ist die Versickerung sogar leichter möglich, da die Fläche mit Pflanzen bewachsen ist, die für ein lockeres Erdreich sorgen. Anders kann es bei ausgetrockneten, landwirtschaftlichen Böden sein.

Je nach vorheriger Nutzung kann die Wasserqualität nach der Umwidmung deutlich besser sein. Bei einer landwirtschaftlichen Nutzung sorgen etwa die Einbringung von Dünger oder Gülle für deutlich höhere Nitratwerte.

Wie wird sichergestellt, dass der Solarpark niemanden blendet?

Wir erstellen im Rahmen der Planung ein Blendgutachten, in dem genau geschaut wird, wie das Licht zu welcher Tageszeit wie reflektiert wird. Zudem nutzen wir spezielle Module, bei denen die Blendwirkung deutlich geringer ausfällt als bei herkömmlichen Modulen.

Warum werden die Anwohner*innen nicht informiert?

Wir legen großen Wert auf eine transparente Kommunikation aller Akteure vor Ort. Unsere ersten Ansprechpartner sind die Flächeneigentümer und die Gemeinde. Geht die Planung dann in die nächste Phase, informieren wir auch die Bevölkerung. Im Rahmen des   Bauleitplanverfahrens kann sich jeder Bürger und jede Bürgerin über das Projekt informieren und ihre Bedenken in Schriftform verfassen. Jeder Einwand wird sorgfältig geprüft und fließt in das Genehmigungsverfahren ein.

Zusätzlich zu diesem Vorgehen werden wir eine Informationsveranstaltung durchführen, zu der jeder Anwohner eingeladen ist. Eine solche Veranstaltung ist aber erst dann sinnvoll, wenn die groben Rahmendaten der Planung vorliegen. Bisher war das noch nicht der Fall.

Wird die gesamte Fläche mit Modulen vollgebaut?

Nein. Bereits in der frühen Phase des Projekts hat die Gemeinde hier Wünsche geäußert, die wir in die Planung mit aufgenommen haben. Derzeit planen wir, maximal 60 Prozent der Fläche mit Modulen zu bebauen oder zu verschatten. Der Rest bleibt frei.

Verunstaltet der Solarpark die Spazierwege oder fallen diese komplett weg?

Es wird dauerhaft mehr freie Wege für Wanderer geben, als es bisher bei der intensiv genutzten Ackerwirtschaft der Fall war.

Wie sieht es mit dem Abstand zur Wohnbebauung aus?

Es gibt keinen gesetzlichen Mindestabstand zu den Häusern. Selbst in Wusterhausen gibt es einen Bestandspark direkt neben der Wohnbebauung von Bantikow. Gemäß Leitfaden der Gemeinde haben wir unsere Planung angepasst und halten einen Mindestabstand von 300 Meter ein – und das bereits vor der frühzeitigen Beteiligung, in der die Bürger*innen selbst Einwände einbringen können.

Kontakt

Philipp Säuberlich

Projektleiter

Philipp Säuberlich

Tel. +49 30 9210 74 930
Fax +49 611 267 65-599
philipp.saeuberlich(at)abo-wind.de

 

Christian Schnohr

Pressereferent

Christian Schnohr

Tel. +49 173 457 3465
Fax +49 611 267 65-599
presse(at)abo-wind.de

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