Windparkplanung in Hirschlanden (Rosenberg)

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Gemeinsam mit dem Projektentwickler ABO Wind hat die Gemeinde Rosenberg einen Windpark auf Gemeindeflächen am Ortsrand von Hirschlanden geplant und errichtet. Die zwei Windenergieanlagen (WEA) erzeugen zusammen pro Jahr durchschnittlich knapp 13 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. So viel verbrauchen knapp 11.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen. Die Anlagen vermeiden jährlich den Ausstoß von 10.000 Tonnen Kohlendioxid.

Entwicklung
Genehmigungs-verfahren
Errichtung
Betrieb
Aktueller Status

Aktuelles

April 2018: Grundschüler bepflanzen Ausgleichsfläche

Grundschüler bepflanzen Ausgleichsflächen

Am letzten Aprilwochenende haben die rund 50 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Rosenberg in Hirschlanden Wildrosen, Speierling, Elsbeeren und andere Sträucher gepflanzt. Die regionalen Gehölze bilden den Saum für ein von ABO Wind aufgeforstetes Waldstück und sind Teil der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen des Windparks Hirschlanden.


Einen Presseartikel dazu finden Sie hier

November 2016: Windpark am Netz

Inbetriebnahme Windpark Hirschlanden

Der Windpark Hirschlanden ist am Netz. Die erste Windenergieanlage wurde am 21. Oktober, die zweite am 28. Oktober in Betrieb genommen. „Wir freuen uns, dass wir mit den Arbeiten voll im Zeitplan geblieben sind“, sagt Projektleiterin Daniela Jarosz. Der Windpark Hirschlanden wird von nun an jährlich rund 13 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. So viel verbrauchen knapp 11.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen. Die beiden Anlagen vermeiden den Ausstoß von etwa 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und liefern damit einen wichtigen Beitrag zur angestrebten Energiewende in Baden-Württemberg. Diese schreitet weiter voran. Mit dem Windpark Hirschlanden sind dieses Jahr in Baden-Württemberg die Anlagen Nummer 98 und 99 ans Netz gegangen. 

Oktober 2016: Großes Interesse an Führung über die Windpark-Baustelle

Windparkführung Hirschlanden

  • Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher am Sonntagnachmittag
  • Bauleiter und Projektleiterin informieren über das Projekt in Hirschlanden
  • Blick in die Anlage und auf Kran möglich

(Wiesbaden/Rosenberg, 10. Oktober 2016) Mehr als 100 Besucher sind der Einladung von ABO Wind gefolgt und haben am Sonntag, 09. Oktober, an der Baustellenführung im Windpark Hirschlanden teilgenommen. Projektleiterin Daniela Jarosz und Bauleiter Tobias Bünning erklärten der interessierten Gruppe Details zu Planung und Bau der beiden Windenergieanlagen vom Typ GE 2.75-120, die ab Ende Oktober so viel sauberen Strom erzeugen, wie knapp 11.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen verbrauchen. Würden Kohlekraftwerke so viel Strom produzieren, müssten sie dafür jährlich etwa 10.000 Tonnen Kohlendioxid ausstoßen.

„Ich freue mich über das große Interesse an der Windparkführung und möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei ABO Wind für die zuverlässige Zusammenarbeit bedanken“, sagte der Rosenberger Bürgermeister Gerhard Baar zur Begrüßung auf der Baustelle. Projektleiterin Daniela Jarosz betonte, dass die gesamte Planung mehr als drei Jahre gedauert hat, sich das Ergebnis nun aber sehen lassen könne. „Wir haben den Eingriff in die Natur so minimal wie möglich gehalten und können die Anlagen nun Ende Oktober planmäßig in Betrieb nehmen“, sagte sie.

Bauleiter Tobias Bünning beantwortete anschließend die vielfältigen technischen Fragen der Besucher. Unter anderem erläuterte er, dass eine Anlage mit Betonturm (800 Tonnen) Stahlrohrturm (120 Tonnen), Maschinenhaus (90 Tonnen) und Stern (60 Tonnen) auf ein Gesamtgewicht von rund 1.070 Tonnen kommt. Interessierte Bürger konnten überdies einen Blick ins Innere der Anlage 1 werfen und an Anlage 2 den Kran zur Montage der Rotorblätter besichtigen.

 

Oktober 2016: Grundschüler besichtigen Windpark-Baustelle

Die Schüler und Lehrer der Rosenberger Grundschule haben am 07. Oktober die beiden im Bau befindlichen Windenergieanlagen in Hirschlanden besucht. ABO Wind-Bauleiter Martin Gillessen und der Rosenberger Bürgermeister Gerhard Baar erklärten in kindgerechter Art, wie ein Windpark entsteht. 

Juli 2016: Ortstermin mit Bürgermeister und Gemeinderat

Ortstermin Politik Hirschlanden

Am 19. Juli besichtigten Bürgermeister Gerhard Baar, Vertreter des Rosenberger Gemeinderats sowie Mitglieder des Ortschaftsrats von Hirschlanden inklusive Ortsvorsteher Martin Herrmann die Baustelle des Windparks Hirschlanden. Außerdem nahm Revierförster Christof Hilgers an der Führung teil. Projektleiterin Daniela Jarosz und Bauleiter Martin Gillessen von ABO Wind informierten die Politiker über den Baufortschritt. „Es läuft alles wie geplant und wir rechnen damit, dass wir den Windpark im 4. Quartal dieses Jahres in Betrieb nehmen können“, unterstrich Jarosz.

 

Juni 2016: Amphibienschutzzaun installiert

Amphibienzaun Windpark Hirschlanden

Zum Schutz von Amphibien wurde das Baugelände vor Beginn der Arbeiten gemäß der Genehmigung unter anderem nach Kröten, Molchen, Unken, Schlangen sowie Eidechsen abgesucht. Tiere wurden dabei keine gefunden. Damit sich auch weiterhin keine Amphibien und Reptilien auf das für sie gefährliche Baustellengebiet verirren, hat ABO Wind in diesem Monat einen Amphibienschutzzaun angelegt, der Kranstellfläche, Fundament und Teile der Zuwegung für die Tiere unerreichbar macht.

 

April 2016: Baugenehmigung erteilt

Windparkplanung in Hirschlanden

Der von ABO Wind geplante Windpark Hirschlanden hat am 7. April vom zuständigen Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis die Genehmigung nach §4 des Bundesimmissionsschutzgesetzes erhalten. Am 12. April folgte die Waldflächenfreigabe zur Wurzelstockrodung, die am 16. April vom lokal ansässigen Fachmann für Forstmulcharbeiten, Matthias Herrmann, durchgeführt wurde.

Damit sind die Flächen für beide Windenergieanlagen nun soweit vorbereitet, dass die Bauarbeiten in den nächsten Wochen beginnen können. Verläuft alles planmäßig, geht der Windpark Ende dieses Jahres ans Netz. Dann produziert er jährlich rund 13 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. So viel verbrauchen knapp 11.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen. Das vermeidet den Ausstoß von 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

 

Februar 2016: Waldumwandlung genehmigt

Windparkplanung in Hirschlanden

Am 26. Februar hat das Regierungspräsidium Freiburg  ABO Wind die Genehmigung zur Umwandlung der benötigten Waldflächen erteilt. Daraufhin wurden die lokalen Firmen LKS-Forstarbeiten GmbH und Forstunternehmen Rainhard Beck mit der Fällung der Bäume auf den entsprechenden Arealen beauftragt. Am 29. Februar waren die Arbeiten abgeschlossen.

Um den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten, setzt ABO Wind als erfahrener Entwickler von Windparks im Wald auf ein ebenso bewährtes wie nachhaltiges Konzept. In Hirschlanden entstehen die Windräder in Waldbereichen, in denen ohnehin Fällungen vorgesehen waren. Die Kranstellfläche der ersten Anlage des Windparks ist zudem auf Ackerflächen geplant, die andere entlang bestehender Wege. Das minimiert den Rodungsbedarf. Die unabhängige ökologische Baubegleitung durch das Ingenieurbüro Walter Simon stellte unter anderem sicher, dass keine Quartierbäume mit darin lebenden Fledermäusen gefällt wurden. Die Anlagen entstehen außerdem in einem Wirtschaftswald, in dem regelmäßig Bäume gefällt und neu gepflanzt werden.

 

Dezember 2015: ABO Wind verkleinert Windpark

ABO Wind hat sich entschlossen, auf eine der drei geplanten Anlagen zu verzichten. Der Gemeinderat stimmte der neuen Planung mit nur zwei Windrädern am Rande von Hirschlanden einstimmig zu.

Lesen Sie dazu auch die Presseartikel:

Nur zwei statt drei Windräder in Rosenberg-Hirschlanden (Rhein-Neckar-Zeitung, 10.12.2015)

ABO-Wind verzichtet auf dritte Anlage (Fränkische Nachrichten, 10.12.2015)

 

Oktober 2015: Waldbegehung des Gemeinderats

(29. Oktober 2015) Am vergangenen Samstag besichtigten auf Einladung des Rosenberger Gemeinderats Vertreter der Gemeinde, des Forsts und von ABO Wind zusammen mit interessierten Bürgern die geplanten Windkraftstandorte bei Hirschlanden. Auch Vertreter der örtlichen Bürgerinitiative, die sich gegen den geplanten Windpark ausspricht, machten sich vor Ort ein Bild. ABO Wind gab detaillierte Auskünfte zum Stand der Planungen.

Lesen Sie hier den vollständigen Presseartikel der Rhein-Neckar-Zeitung vom 29.10.2015 über die Waldbegehung.

 

August 2015: ABO Wind antwortet auf Kritik der Windkraftgegner

(7. August 2015) Inzwischen hat sich in Hirschlanden eine Bürgerinitiative formiert, die sich gegen die Windkraftanlagen ausspricht. Viele Aussagen der Initiative entsprechen nicht der Wahrheit und schüren unbegründete Ängste und Sorgen unter den Anwohnern. Das Unternehmen ABO Wind, das als Projektentwickler die Windkraftanlagen plant und erbaut, geht in einer aktuellen Pressemitteilung auf die Behauptungen der Initiative "Mensch & Natur Hirschlanden" ein.

Presseartikel vom 14. August 2015: "Viele Aussagen der Bürgerinitiative entsprechen nicht der Wahrheit"

Presseartikel vom 6. August 2015: Mitglieder machen sich gegen geplante Windkraftstandorte stark.

 

Juli 2015: Dorffest Hirschlanden

(10. Juli 2015) Im Hinblick auf unsere aktuelle Windparkplanung in Hirschlanden ist es unser Anliegen, die Öffentlichkeit fortlaufend und möglichst umfassend zu informieren. Neben den bereits durch­geführten Informationsveranstaltungen sollte hier ebenso unsere aktive Teilnahme beim kommenden Dorffest in Hirschlanden beitragen. Der Ortschaftsrat Hirschlanden hat sich nun jüngst gegen unsere Teilnahme ausgesprochen, aus verständlichen und nachvollziehbaren Gründen. Dieses Votum respektieren wir und bieten sogleich an unsere Planungen - alternativ - im Zuge eines weiteren, noch nicht terminierten, Informationsabends in Hirschlanden erneut vorzutragen und damit im offenen und sachlichen Dialog weiter zu diskutieren.

Gerne bieten wir auch nochmals an, einen von uns realisierten Windpark zu besichtigen. Dies hatten wir bereits im letzten Jahr über die Gemeinde Rosenberg angeboten, zunächst ohne die entsprechende Resonanz. Bei Interesse möchten wir Sie bitten sich an die Gemeindeverwaltung Rosenberg zu wenden.

(veröffentlicht im Amtsblatt der Gemeinde Rosenberg am 10. Juli 2015)

 

Juni 2015: Presseberichte über den Windpark Hirschlanden

Presseartikel vom 16. Juni 2015: Planungen für Windpark Hirschlanden auf der Zielgerade (Rhein-Neckar-Zeitung vom 16.6.2015)

Presseartikel vom 16. Juni 2015: "Die Landschaft wird sich stark verändern" (Fränkische Nachrichten vom 16.6.2015)

 

Juni 2015: Bürgerinformationsveranstaltung

Am Dienstag, 09. Juni 2015, 19.00 Uhr informiert die Gemeinde Rosenberg zusammen mit Vertretern von ABO Wind und dem Naturschutz-Gutachter (Ingenieurbüro für Umweltplanung) im Dorfgemeinschaftshaus in Hirschlanden über den aktuellen Stand der Windenergieplanung. Hier können Sie die Einladung zur Informationsveranstaltung aus dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Rosenberg herunterladen.

 

 

Projektinfos

Standort

Windparkplanung in Hirschlanden - Standort

Übersichtskarte der Windräder des Windparks Hirschlanden (rot) sowie der Bestandsanlagen (blau).

 

 

Anlagentyp

Anzahl  2 WEA (anfangs geplant: 3 WEA)
Anlagentyp GE 2.75-120
Nabenhöhe 139 Meter
Rotordurchmesser 120 Meter
Gesamthöhe 199 Meter
Nennleistung 2,75 Megawatt

 

Visualisierungen

Zeitplan

Fotos

Bilder vom Bau des Windpark

Seit Dezember 2017 liefert eine Webcam auf der Gondel des Windparks Live-Bilder

Hintergrund

Energiewende in Baden-Württemberg

"Die Energiewende ist eine Aufgabe von historischer Tragweite. Sie ist ein Generationenprojekt. Und sie bietet große Chancen – für Baden-Württemberg und darüber hinaus." So formulierte es Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Regierungserklärung im Juli 2012.

Deshalb hat sich die baden-württembergische Landesregierung schon 2012 ehrgeizige Ziele gesetzt: Sie will bis 2020 mindestens zehn Prozent des Stroms im Land aus heimischer Windenergie bereitstellen. Dafür hat sie die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windkraft verbessert. Mit Erfolg. Im Jahr 2015 gingen 54 Windenergieanlagen ans Netz, während es in den Vorjahren nur etwa zehn pro Jahr waren. 2016 entstanden sogar 120 neue Anlagen.

Die neue grün-schwarze Landesregierung hat sich zu dem Ziel bekannt, bis 2020 zehn Prozent des Stroms aus heimischer Windkraft zu gewinnen. Inwieweit dies gelingt, hängt von den Auswirkungen des 2017 eingeführten Ausschreibungssystems ab. Der Ausbau im Süden könnte sich dadurch erheblich erschweren.

Fragen und Antworten zur Windkraft in Hirschlanden

Nun sind Sie als Anwohner gefragt: Welche Fragen zur Windkraft in Hirschlanden möchten Sie uns stellen? Dafür haben wir ein neues Dialogforum eingerichtet, in dem Bürgerinnen und Bürger mit uns in Kontakt treten können.

Häufige Fragen haben wir bereits zusammengetragen und beantwortet.
Weitere Fragen können Sie uns über das folgende Formular stellen. Sofern Ihre Frage von allgemeinem Interesse ist, fügen wir sie anonymisiert zu unserem Fragenkatalog hinzu.

Natürlich können Sie uns auch gerne persönlich kontaktieren. Die Kontaktdaten der Ansprechpartner für die Gemeinde Rosenberg finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite.

 

 

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Ihre Frage zum Windpark Hirschlanden:



Häufige Fragen

Ist der Standort in Hirschlanden überhaupt wirtschaftlich?

Ja. Die mittlere Windgeschwindigkeit auf Höhe der Rotoren am geplanten Standort beträgt 5,8 Meter pro Sekunde. Die mit ihren großen Rotorblättern und einer Nabenhöhe von 139 Metern auf sogenannte Schwachwindstandorte ausgelegten Anlagen können im langjährigen Mittel jährlich 20 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom ernten.

Im Umkreis von zehn Kilometern um den geplanten Standort in Hirschlanden stehen genügend Referenzanlagen, auf denen kontinuierlich der Wind gemessen wird. Unter anderem auf Basis dieser Daten konnten externe Gutachter aussagekräftige Windprognosen für den Standort Hirschlanden ermitteln, die eine solide Basis für den wirtschaftlichen Betrieb des Windparks darstellen.

Wer profitiert von der Windkraft?

Alle Anlagen werden auf Gemeindeflächen stehen. So sichert sich die Gemeinde langfristig Pachteinnahmen, die vollständig der Gemeinde und ihren Bürgern zugutekommen. Neben den Pachten profitiert die Gemeinde von Gewerbesteuereinnahmen sowie zahlreichen Ausgleichsmaßnahmen, die im Zuge des Baus eines Windparks notwendig sind.

Wer wird die Anlagen betreiben? Ist eine Bürgerbeteiligung möglich?

Wer den Windpark betreiben wird, steht in der Regel erst etwa ein halbes Jahr vor Inbetriebnahme fest. Windparkbetreiber können beispielsweise Genossenschaften, Bürger oder Kommunen sein. Auch regionale Energieversorger, die Bürgerwindaktie ABO Invest oder sonstige Unternehmen kommen in Frage. In Baden-Württemberg holt ABO Wind grundsätzlich einen lokalen Partner mit ins Boot, ob örtliche Stadtwerke oder eine Volksbank vor Ort. Je nach Interesse der Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde Rosenberg sind Beteiligungsmodelle mit unterschiedlich hohem Risiko denkbar, zum Beispiel festverzinsliche Nachrangdarlehen oder eine Direktbeteiligung über Kommanditanteile. Haben Sie Interesse, sich an den Windmühlen zu beteiligen? Dann kontaktieren Sie uns gerne über das Kontaktformular auf dieser Seite!

Werden Schlagschatten der Rotorblätter auf den Ort fallen?

Je nach Stand der Sonne werfen Rotoren Schatten auf die Umgebung. Das kann für Anwohner unangenehm sein. Deswegen ist die maximal zulässige Belästigung strikt limitiert. Wirft eine Windkraftanlage an einem einzelnen Tag mehr als 30 Minuten lang Schatten auf ein Wohnhaus, wird die Anlage automatisch abgeschaltet. Das gleiche gilt, wenn die Belastung durch Schattenwurf innerhalb eines Jahres 30 Stunden erreicht hat.

Durch den Einbau eines so genannten Schattenwurfmoduls im Windpark Hirschlanden wird sichergestellt, dass die oben genannten Grenzwerte für Schattenwurf überall in Hirschlanden eingehalten werden.

Wie hoch ist die Lärmbelästigung durch die Anlagen und was wird dagegen getan?

Um eine Genehmigung für eine Windkraftanlage zu bekommen, müssen wie auch bei jedem anderen Gewerbebetrieb strenge Schallgrenzwerte der "Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm" eingehalten werden:

Art der baulichen Nutzung Tags Nachts

Industriegebiet

70 dB(A)    70 dB(A)
Gewerbegebiet 65 dB(A) 50 dB(A)
Kern-, Dorf-, Mischgebiet 60 dB(A) 45 dB(A)
Allgemeines Wohngebiet, Kleinsiedlungsgebiet     55 dB(A) 40 dB(A)
Reines Wohngebiet 50 dB(A) 35 dB(A)
Kurgebiet, Krankenhaus, Pflegeanstalt 45 dB(A) 35 dB(A)

Zum Vergleich: Eine ruhige Unterhaltung hat eine Emission von etwa 60 dB(A).

Die Schallbelastungen durch eine Windkraftanlage werden stets unter den ungünstigsten Voraussetzungen berechnet: Der Gutachter unterstellt, die Anlage würde durchgehend auf Volllast (also mit maximal möglicher Leistung) laufen und es gäbe keine sonstigen Umweltgeräusche wie Blätterrauschen oder Verkehrslärm.

In Hirschlanden wird im gesamten Wohngebiet der Grenzwert für allgemeine Wohngebiete eingehalten. Dieser ist strenger als der für Dorf- und Mischgebiete. Auch die bereits errichteten Windräder sind manchmal im Ort zu hören; um Anwohner vor Schallbelästigung zu schützen, laufen die neuen Anlagen nachts in gedrosseltem Betrieb. So werden alle Grenzwerte für Schall problemlos eingehalten.

 

Ist der gesetzliche Mindestabstand von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung unzureichend, weil er auf alte, kleinere Windenergieanlagen ausgerichtet ist?

In Baden-Württemberg gilt als Richtlinie für Mindestabstände der Windenergieerlass aus dem Jahr 2012, der einen „Vorsorgeabstand“ von 700 Metern zu den nächstgelegenen Wohnhäusern empfiehlt. Pauschale Mindestabstände sind allerdings wenig sinnvoll; je nach Gelände, Anlagentyp etc. sind die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf angrenzende Wohnorte völlig verschieden. Daher sieht das Bundesimmissionsschutzgesetz anstelle von festen Abstandsregelungen Grenzwerte für Schall und Schattenwurf vor, die zwingend eingehalten werden müssen. Insofern ist es unerheblich, ob eine Windkraftanlage 100 oder 200 Meter hoch ist – relevant ist, was an Schall oder Schatten in angrenzenden Wohnhäusern ankommt. Mehr Details dazu finden Sie in den vorherigen Antworten zu den Fragen zu Lärm und Schattenwurf.

Macht Infraschall von Windkraftanlagen krank?

Als Argument gegen Windkraft führen Gegner gelegentlich Infraschall an. Dabei handelt es sich um für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren Schall unterhalb der Frequenz von 20 Hertz. Auch viele natürliche Quellen (böiger Wind, hoher Seegang), aber auch Autos oder Flugzeuge, erzeugen Infraschall. Die Emission durch Windkraftanlagen ist dagegen gering. Schon in wenigen hundert Metern Entfernung ist kaum noch zu unterscheiden, ob Infraschall von einem Windrad oder von einer anderen Quelle – zum Beispiel dem Wind – verursacht wird (siehe z.B. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: "Windenergie und Infraschall" und "Zwischenbericht: Tieffrequente Geräusche und Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen"). Bislang gibt es keine Belege, dass Infraschall von Windkraftanlagen für Menschen schädlich ist.

Mindern Windkraftanlagen den Wert von Immobilien?

Nein. Es gibt viele Gründe für den Wertverfall von Immobilien. Ein wichtiger Faktor ist der demographische Wandel, durch den die Bevölkerung vor allem in ländlichen, strukturschwachen Regionen abnimmt und damit die Nachfrage nach Immobilien sinkt. Der Einfluss von Windenergieanlagen auf die Immobilienpreise ist dagegen zu vernachlässigen: Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN), Regionaldirektion Aurich, hat in seinem Grundstücksmarktbericht von Februar 2015 darlegen können, dass Windenergieanlagen keine negativen Auswirkungen auf die Kaufpreise benachbarter Häuser hatten. Der Untersuchungszeitraum belief sich auf die Jahre 2005 bis 2012. In der untersuchten Region stehen zahlreiche Windenergieanlagen.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie der Stadt Aachen aus dem Jahr 2011. Deren Ergebnis: Es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass eine Beeinflussung des Grundstücksmarktes durch die Windkraftanlagen in den untersuchten Lagen nicht vorhanden ist.

Ist es sinnvoll, Windräder im Wald zu errichten?

Ja. Gerade in Baden-Württemberg mit seinen zahlreichen Wäldern weht der Wind in vielen bewaldeten Gebieten am stärksten. Windkraftanlagen lassen sich wie hier in Hirschlanden auch im Wald ökologisch sinnvoll realisieren. ABO Wind hat sich als einer der ersten Projektentwickler auf Waldstandorte spezialisiert und bereits vielfach Erfahrung gesammelt. ABO Wind plant wenn möglich an bestehenden Wegen, um die Eingriffe möglichst gering zu halten.

Um im Wald eine Windkraftanlage zu errichten, müssen rund 5.500 Quadratmeter dauerhaft gerodet werden. Ein Teil der Fläche wird nach der Errichtung wieder bepflanzt. Für die Eingriffe in Natur und Landschaft vereinbart ABO Wind in enger Abstimmung mit den Kommunen, Forstämtern und Naturschutzbehörden Ausgleichsmaßnahmen, um etwa andere Teile des Waldes ökologisch aufzuwerten. In Hirschlanden ist unter anderem geplant, Teile eines Biotopvernetzungskonzepts umzusetzen und damit die Artenvielfalt vor Ort zu sichern.

Wie sicher sind Windenergieanlagen?

Windenergie ist eine sichere und zuverlässige Art der Stromerzeugung: Moderne Anlagen sind bis zu 98,5 Prozent technisch verfügbar, also betriebsbereit. Technische Störungen führen in den meisten Fällen zu Ertragsausfällen für den Betreiber, nicht jedoch zu Gefahren für die Allgemeinheit. Laut einer Schätzung des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Bremerhaven kommt es in Deutschland nur in 0,01 Prozent aller installierten Windkraftanlagen pro Jahr zu Bränden. Im Vorfeld erstellt ABO Wind Brandschutzkonzepte und die örtliche Feuerwehr wird für den Notfall eingewiesen.

Jede Windkraftanlage wird zudem in regelmäßigen Intervallen gewartet, um mögliche Gefahrenquellen rechtzeitig zu beheben.

Bleibt der Strom in der Region?

Der Strom aus den Windkraftanlagen in Hirschlanden wird ins Mittelspannungsnetz eingespeist, er wird also regional verteilt und verbraucht. Da der Strom aus verschiedenen Erzeugungsanlagen im Stromnetz zusammenläuft, kommt in jeder Steckdose ein Strommix aus verschiedenen Erzeugungsarten an. Strom aus Windkraftanlagen erhöht den Anteil erneuerbaren Stroms im Netz und damit auch den Anteil an Windstrom im eigenen Haushalt.

Stimmt es, dass in den Anlagen die seltene Erde Neodym enthalten ist?

ABO Wind will in Hirschlanden Anlagen vom Typ GE 2.75-120 errichten. In diesen Anlagen des Herstellers GE wird ein so genannter "doppeltgespeister Asynchrongenerator" eingesetzt, der kein Neodym enthält. Neodym zählt zu den seltenen Erden und wird vor allem in einigen wenigen getriebelosen Windrädern eingesetzt, die meisten Hersteller verzichten inzwischen aber ganz darauf. Neodym selbst ist nicht radioaktiv; allerdings entstehen beim Abbauprozess giftige Stoffe und es wird radioaktives Uran und Thorium freigesetzt, die im schlimmsten Fall am Abbauort ins Grundwasser gelangen könnten. Neodym wird hauptsächlich in China abgebaut.

Kontakt

Kristof Frank

Kristof Frank
Abteilungsleiter

Tel.: (0611) 267 65-548
Fax: (0611) 267 65-599
kristof.frank(at)abo-wind.de

Dr. Daniel Duben

Dr. Daniel Duben
Pressesprecher

Tel. +49 611 267 65-577
Fax +49 611 267 65-599
presse(at)abo-wind.de

Windenergie-Projekte in Baden-Württemberg

 

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